Schon 1883 fand man bei Grabungen im Gebiet der Villa von Fischbach große Haufen von Steinen und Ziegelstücken, Gesimssteinen, ein größeres Stück einer Schuppensäule und Ziegel mit einem Legionsstempel der LEG XI CPF aus dem nahen Rottweil (ARAE FLAVIAE). !897 nahm Oberförster Roth aus Villingen genauere Untersuchungen im Bereich der Thermen vor. Er entdeckte den im Großen und Ganzen heute vorliegenden Befund, allerdings in bedeutend besser erhaltenen Zustand. Nach den Grabungen blieb die Anlage ungeschützt fast 90 Jahre im Wald liegen, immer wieder heimgesucht von Hobbyarchäologen oder Schatzsuchern. Auch die Natur forderte ihren Tribut, Baumwurzeln sprengten das Mauerwerk. Roth schnitt auch die Gebäude auf der Höhe und das am Hang liegende unbestimmte Gebäude an, untersuchte sie aber nicht näher. Durch die starke natürliche Erosion der exponiert gelegenen oberen Bauten in Verbindung mit andauernder  intensiver landwirtschaftlicher Nutzung war besonders dort ein starker Substanzverlust zu befürchten. So entschloss sich das Landesdenkmalamt, Außenstelle Freiburg, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Niedereschach und dem Arbeitsamt 1985, die Reste der Gebäude auf der Höhe unter der örtlichen Leitung eines Mitarbeiters des LDA freizulegen.
Schon bei den ersten Sondagen zeigte sich, dass der Erhaltungszustand sehr kritisch war. An manchen Stellen war die Oberfläche schon bis auf den gewachsenen Boden abgetragen, es gab aber auch noch einige ungestörte Nischen. In der unmittelbaren Nähe der Gebäude fanden sich noch genügend Architekturfragmente, die eine teilweise Rekonstruktion der Ausstattung erlaubten. Aus alten Berichten wusste man aber auch, dass schon seit langer Zeit Steinmaterial von dieser Stelle abgefahren worden war, was sich nun leider eindringlich bestätigte.

Sesterz des
ANTONINUS PIUS

Schwieriger ist die genaue Zuordnung der einzelnen Bauten zu bestimmten Bauphasen. Schon Roth vermutete auf Grund der Legionsstempel einen militärischen Ursprung. Dafür sprächen auch die neuen Funde von Ziegeln mit Legionsstempeln, die ungewöhnliche Lage auf einem Höhenrücken sowie einige Kleinfunde wie Schwertscheidenbeschlag oder Lanzenspitze. Sicher ist, dass seit dem letzten Viertel des 1. Jhdts. bis zum vermutlichen Ende der Villa im  1. Viertel des 3. Jahrhunderts viele An-und Umbauten stattfanden, die nicht immer leicht nachvollziehbar sind.
Nach den Ausgrabungen auf der Höhe entschloss sich das LDA Stuttgart dann, die Thermen noch einmal freizulegen und zu untersuchen. Ziel war eine anschließende Konservierung und Restaurierung nachdem schon die oberen Gebäude durch die Gemeinde konserviert worden waren. Dazu stellte das LDA einen arbeitslosen Archäologen im Rahmen einer befristeten ABM ein, der die Arbeiten leitete und auch die Aufarbeitung vornahm. Dass eine wissenschaftlich exakte Ausführung nicht unbedingt didaktisch sinnvoll sein muss, wird dabei leider an vielen Beispielen demonstriert. Lagepläne und Rekonstruktionsvorschläge auf Schautafeln vor Ort sollten so ausgerichtet sein, dass ein weniger geübter Betrachter , z.B. Schüler, sie dem Objekt zuordnen kann. Wenn zu hohe Mauern Einblicke verwehren, laden sie geradewegs dazu ein, auf sie zu klettern. Ältere Menschen, die sehr häufig zu den Besuchern zählen, haben allerdings das Nachsehen. Unbewiesene suggestive Bezeichnungen wie “Herrenhaus” für ein nur in geringen Teilen freigelegtes Objekt können nicht die Bedeutung der gewaltigen Anlage oberhalb mit gewiss nicht “gesindemäßiger” Ausstattung schmälern. Und so gibt es noch einige Beispiele.

Text auf dem Weihestein für die Göttin Fortuna (Abb. oben):
DE(ae) FO/RTUN/AE L. M(a)R(ius) VI(cto)R